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Die Parkanlage

Der al-Azhar-Park ist eine öffentliche Gartenanlage in der ägyptischen Hauptstadt Kairo.

Der Park wurde 2005 auf 30 Hektar eröffnet. Finanziert wurde die Anlage vom Aga Khan Development Network (AKDN) mit 30 Millionen Dollar als Geschenk von Aga Khan IV., dessen Vorfahren im Jahre 969 die Stadt Kairo begründet hatten. Er ist nicht nur der größte öffentliche Park von Kairo, sondern gilt nur als größte geschlossene innerstädtische Grünfläche im gesamten Nahen Osten.

Zuvor befand sich an dieser Stelle übrigens eine Mülldeponie, die sich in 500 Jahren aufgetürmt hatte. Karim Aga Khan besuchte 1984 Kairo, sah von seinem Hotel aus den Hügel al-Darassa mit seinen Müllbergen und bot der Stadt daraufhin den Bau der Parkanlagen an. Die Arbeiten begannen 1992 und dauerten 13 Jahre an. In dieser Zeit wurden insgesamt 1,5 Millionen Kubikmeter Schutt und Erde bewegt, das entspricht ungefähr der Ladung von 80.000 LKW.

Während der Boden ausgehoben wurde, fand man unter den Bergen von Müll einen archäologischen Schatz: eine 15 Meter hohe Mauer von 1,5 Kilometern Länge. Diese vergessene ayyubidische Stadtmauer und ihre Türme wurden restauriert und in das Gartenprojekt integriert. Außerdem gehören zum Projekt die Restaurierung der Um Sultan Shaban Moschee aus dem 14. Jahrhundert, des Khayrbek-Komplexes aus dem 13. Jahrhundert sowie der Darb Shoughlan Schule.

Die Parkanlage sollte islamische Gartenkunst-Traditionen in Design und Botanik aufnehmen, um an die Vergangenheit der Stadt zu erinnern. So wurden für die im Park befindlichen Gartenanlagen und Gebäude Stile aus verschiedenen Regionen und Epochen benutzt und der Park präsentiert sich heute als Reminiszenz an die historische islamische Gartenkunst.

Wasser symbolisiert in der arabischen Welt den Garten Eden, von dem die irdischen Parkanlagen eine Vorstellung vermitteln sollen. Teiche, Kanäle und Brunnen übernehmen neben schattenspendenden Bäumen entlang der Spazierwege auch im Kairoer Al-Azhar-Park die Schlüsselrolle, denn sie sorgen während der größten Hitzeperioden für erträglichere Temperaturen. Und deswegen hat sich der Al-Azhar-Park schon nach kurzer Zeit als Publikumsmagnet erwiesen, alleine im Jahr 2009 wurden mehr als zwei Millionen Besucher verzeichnet. Und dieser Erfolg war durchaus vorhersehbar. Die Metropole am Nil ist inzwischen auf über 20 Millionen Einwohner angewachsen und besitzt sonst so gut wie keine Grünanlagen von nennenswerter Größe.

Nach dem historischen Vorbild nordindischer Mogul-Gärten führt der Weg in die Gartenanlage durch einen Bogenpavillon. In der Marmoreinfassung des gepflasterten Weges sorgen Wasserfontänen stets für eine frische Brise. Links davon verläuft eine breit angelegte und palmengesäumte Allee mit Sitzbänken. Von dort aus bietet sich ein Rundblick auf die Zitadelle mit der majestätischen Mohammed-Ali-Moschee. An manchen Tagen kann man sogar die Silhouetten der 15 Kilometer entfernt liegenden Pyramiden wahrnehmen. In der Gegenrichtung führt eine Allee zu den begrünten Hügeln. Im nördlichen Parkteil erwartet die Besucher ein Dattelpalmenhain nebst Spielplatz. Bei der Gestaltung des dortigen Fünf-Sterne-Restaurants standen die Bogengänge der benachbarten Unesco-Weltkulturerbestätte Altkairo Pate.

Geometrische Blumen- und Gemüsegärten nach persisch-islamischer Art bestimmen das Bild des Parks, der seinen Namen Al-Azhar (Die Blühende) in Anlehnung an die gleichnamige Universität zu Recht trägt. Das lebenspendende Nass lässt die farbenfrohen Beete auf seinem Weg erblühen und verharrt dann eine Zeitlang in Teichen, bevor es in Rinnen über eine Kaskade nach unten perlt. Schließlich wird es wieder in einem Kanal gesammelt und versorgt den mit Mango- und Orangenbäumen bepflanzten «Bustan» (Obstgarten), bevor es in einem See verschwindet.

Wiederbelebung eines Wohnviertels

Aber der al-Azhar-Park ist noch weit mehr als nur eine Parkanlage. Durch seinen Bau und die Unterhaltsarbeiten gelang auf vorbildliche Weise die Wiederbelebung eines darniederliegenden Wohnquartiers am Rand von Altkairo.

Da sich durch einen Park allein die kümmerlichen Lebensverhältnisse der Altstadtbewohner nicht verbessern lassen, bezog man Männer aus dem benachbarten Quartier Darb Al-Ahmar in die Bauarbeiten mit ein. Auch dieses entlang der Stadtmauer Saladins errichtete Wohnviertel, dessen Teilabriss für die Behörden zuvor schon beschlossene Sache war, hat sich seither sichtbar gewandelt. Lokale Arbeitskräfte restaurierten Baudenkmäler, die jetzt als Schulen oder Kulturzentren genutzt werden. Junge Frauen und Männer lassen sich heute in einer eigenen Schule zu Restauratoren ausbilden. Am Rand der mysteriösen Totenstadt haben sie unlängst das Innere des Tarabay-Al-Sharif-Mausoleums wiederhergestellt.

Auch für die Sanierung von Privathäusern gab es Kleinkredite und kostenlosen Rat von Architekten. Das nötige Geld mussten die Bauherren allerdings selbst aufbringen. Dazu waren sie auch bereit, nachdem die Behörden ihre Abrisspläne aufgegeben hatten. Inzwischen verfügen die Bewohner in einigen Straßenzügen über einstmals undenkbare Annehmlichkeiten wie Strom und Wasserversorgung.

Und die Wiederbelebung des Wohnquartiers Darb Al-Ahmar schreitet munter voran. Im restaurierten Khayrebek-Komplex gibt es eine Schule für Kunsthandwerk. Am Aslam-Platz und im zum Park gehörigen Theater El Genaina finden regelmässig Konzerte statt.

Der einst verrufene Stadtteil ist sein Schmuddel-Image losgeworden. Gerne verbringen die Kairoer heute einen Nachmittag in Darb Al-Ahmar und lassen auch die Restaurants und Cafés nicht links liegen

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